Beginn
Do., 15.10.2026,
19:30 - 20:30 Uhr
Flucht, Migration und Exil sind entscheidende Kennzeichen unserer atemlosen Gegenwart. Die Autorin Ursula Krechel, Georg-Büchner-Preisträgerin 2025, befasst sich mit diesen Themen in ihrem Essay „Vom Herzasthma des Exils“ (erschienen als Buch 2025 im Verlag Klett-Cotta). Die Emigranten aus dem Deutschland des 19. Jahrhunderts, die Fluchtbewegungen und Vertreibungen während des NS-Regimes, die Flüchtlinge unserer Zeit: Ursula Krechel untersucht Etappen, Widersprüche und Konsequenzen der Migrationsgeschichte von der französischen Revolution bis ins 21. Jahrhundert. Sie denkt dabei nach über unsere heutige Einwanderungsgesellschaft, die keine sein will, und die sich der elementaren Einsicht verweigert, dass diejenigen, die sich auf den unberechenbaren Weg gemacht haben, den Respekt der Sesshaften verdienen.
Neben Passagen aus Ursula Krechels Buch begegnen uns Briefe und literarische Zeugnisse von Ausgewanderten.
In den musikalischen Beiträgen sind Komponist:innen zu hören, die ihre Heimat verlassen mussten.
Eine Veranstaltung des Theaters Gegendruck in Kooperation mit der Neuen Literarische Gesellschaft Recklinghausen
Anmeldung erbeten